Karpal­tunnel­syndrom

erfolgreich behandelt mit Stoßwellentherapie

Karpaltunnel­syndrom

Symptome und Behandlungs­möglichkeiten

Auch Sie kennen dieses unangenehme Gefühl: Sie wachen nachts oder morgens auf und die komplette Hand ist eingeschlafen. Sie fühlt sich taub an und kribbelt, manchmal schmerzt sie. Durch Bewegung und Schütteln der Hand verschwinden die Symptome im Regelfall nach einer gewissen Zeit wieder. Je öfter diese Beschwerden auftreten und je ausgeprägter sie sind, desto mehr spricht für das Karpal­tunnelsyndrom.
Hier können Sie sich in kompakter Form einen Überblick über Symptome und Behandlungs­möglichkeiten verschaffen. Mit der Stoßwellentherapie stellen wir Ihnen eine moderne Behandlungs­methode vor, um Symptome sehr schonend und nachhaltig zu lindern.

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Was ist das Karpal­tunnelsyndrom?

Oft tritt das Karpaltunnelsyndrom zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr auf, wobei Frauen etwas häufiger betroffen sind. Menschen, die körperlich arbeiten und deren Hand täglich großen Belastungen ausgesetzt ist, haben ein höheres Risiko, am Karpaltunnelsyndrom zu erkranken. Experten schätzen, dass jedes Jahr 3 von 1000 Menschen das Karpal­tunnelsyndrom zu spüren bekommen.
Grundsätzlich liegt beim KTS (Karpal­tunnelsyndrom) eine Einklemmung des Mittelhandnervs vor. Dieser befindet sich im Handgelenkstunnel, der mit dem medizinischen Fachbegriff Karpaltunnel bezeichnet wird. In diesem Kanal befinden sich Sehnen und Nerven, die zum Handgelenk führen. Ursache für die Beschwerden ist in erster Linie Druck auf den Nerv durch eine Verengung. Hierdurch werden Miss­empfindungen und mitunter auch Schmerzen ausgelöst.

Zu beachten ist, dass das Schmerzempfinden von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Je länger das Syndrom besteht, desto gravierender sind meistens die Symptome. Abgesehen von Gefühlsstörungen kann sich auch eine Schwächung der Daumenmuskulatur einstellen. Meistens ist es das nächtliche Einschlafen der Hand, das viele Patienten zur Diagnose­stellung zum Facharzt führt. Einige der hier vorgestellten Gesundheits­beschwerden können als sehr belastend empfunden werden.

Wie entsteht ein Karpal­tunnelsyndrom?

Bei etwa 10 % aller Menschen ist der Karpaltunnel wahrscheinlich ab Geburt zu eng angelegt. Diese Verengung kann im Laufe des Lebens zum Karpaltunnelsyndrom mit seinen typischen Beschwerden an der Hand führen. Oft besteht auch eine erbliche Vorbelastung. Das eigene Risiko steigt, wenn in der Familie bereits andere Mitglieder an einem verengten Karpaltunnel gelitten haben. Abgesehen von der angeborenen Enge des Karpaltunnels kann auch eine überlastungsbedingte Entzündung vorliegen.

Schwellungen der umliegenden Weichteile können dann zu einer Druckerhöhung führen. Besonders Berufstätigkeiten mit einer starken Belastung des Handgelenks sind einem höheren Risiko ausgesetzt.

In seltenen Fällen können auch voran­gegangene Verletzungen am Handgelenk das Karpaltunnelsyndrom begünstigen. Auch Wassereinlagerungen (Ödeme) können Druck und somit die typischen Symptome verursachen.
Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und hormonelle Veränderungen können das Syndrom ebenfalls begünstigen. Nicht selten macht sich das Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft bemerkbar, was durch Veränderungen im Hormonhaushalt begünstigt wird.

Wie stellt der Arzt die Diagnose Karpaltunnel­syndrom?

Durch die Schilderung von Symptomen und die Erhebung der Krankheits­geschichte (Anamnese) rückt der Verdacht auf das Karpal­tunnelsyndrom recht früh in den Fokus. Zur Absicherung der Diagnose kommt eine Überprüfung der elektrischen Leitfähigkeit der Nerven in Betracht (Elektroneurografie). Mit Nadelelektroden wird die Leitfähigkeit in der Regel schmerzfrei überprüft. Die Messwerte zeigen, ob eine Beeinträchtigung der Nervenbahn die Ursache für die Symptome ist.

Welche Symptome verursacht das Karpaltunnel­syndrom?

Das Gefühl einer eingeschlafenen Hand ist das eindeutigste Anzeichen des Karpaltunnel­syndroms, wobei aber noch nichts über den Grad der Ausprägung der Symptome gesagt ist. Während sich diese Missempfindungen im Anfangsstadium durch Schütteln bzw. Bewegung noch leicht ‚behandeln‘ lassen, wird dies irgendwann immer schwieriger. Das kann sogar so weit gehen, dass der Nachschlaf erheblich unter dem Karpaltunnelsyndrom leidet. Auch tagsüber können die Hände bei bestimmten Tätigkeiten Probleme bereiten, die vor allem auf die hohe Beanspruchung zurückzuführen sind. In manchen Fällen kann es zur unangenehmen Begleiterscheinung geschwollener Finger kommen.

Muss es behandelt werden oder geht es von selbst weg?

In den meisten Fällen liegt mit der Verengung des Karpaltunnels eine anatomische Ursache vor. Ist der Tunnel zu eng, werden die Symptome dieses Syndroms nicht mehr von alleine verschwinden. Es ist im Gegenteil von einer Verschlechterung auszugehen, wenn das Karpal­tunnelsyndrom unbehandelt bleibt. Insofern sollten Symptome ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Ohne eine individuell abgestimmte Therapie kann die Lebensqualität erheblich leiden. Die geschilderten Beschwerden werden die große Mehrheit der Patienten irgendwann dazu veranlassen, eine Untersuchung vornehmen zu lassen. Das gilt vor allem, wenn in der Familie bereits eine Vorbelastung besteht. Dringender Untersuchungs- sowie Behandlungs­bedarf erscheint gegeben, wenn die Beschwerden dauerhafter Natur und beispielsweise nicht nur auf den Nachtschlaf begrenzt sind.

Wie wird ein Karpaltunnel­syndrom behandelt?

Prinzipiell sind das Ausmaß der Beschwerden und die Dauer der Symptome im Einzelfall immer ausschlaggebend. Zunächst kommt eine konservative Therapie in Betracht, um die Symptome zu lindern und eine spürbare Verbesserung zu erreichen. Ein operativer Eingriff ist somit als letzte Maßnahme zu sehen.

Oft lässt sich eine signifikante Besserung erzielen, wenn das Handgelenk nachts mit einer Schiene ruhig gestellt wird. Auch tagsüber kann eine Schiene bei körperlicher Arbeit eine wirkungsvolle Unterstützung sein.

Durch eine solche Schiene lässt sich der Druck auf die Nerven deutlich reduzieren. Bei dieser Maßnahme ist nicht sofort mit einer Besserung zu rechnen. Es kann 4 bis 6 Wochen dauern, bis sich Symptome spürbar verbessern oder verschwinden. Weitere Maßnahmen einer individuellen, physi­kalischen Therapie mit Wärme oder Kälte und speziellen Übungen können in Frage kommen.

Bei akuten Beschwerden kann auch die Injektion eines Cortison-Präparates in Frage kommen. Medikamentöse Behandlungen bringen aber nur einen kurzfristigen Effekt, von einer erstrebenswerten Langzeitwirkung ist eher nicht auszugehen.

Im Rahmen der konservativen Behandlung des Karpaltunnelsyndroms haben wir mit neuesten Erkenntnissen der Stoßwellen­therapie sehr gute Erfahrungen gemacht. Beschwerden und Schmerzen lassen sich nachhaltig lindern, sodass das letzte Mittel der Operation in vielen Fällen nicht notwendig ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Stoßwellentherapie eine durchblutungs­fördernde und regenerierende Wirkung auf Nerven sowie Sehnen haben kann.

Wie wirkt die Stoßwellentherapie beim Karpaltunnel­syndrom?

Bei dieser Form der Therapie kommen akustische Impulse zum Einsatz, die für einen plötzlichen Druckanstieg sorgen. Hierdurch werden im umliegenden Gewebe in der Hand biochemische Prozesse ausgelöst, da Zellen Botenstoffe aussenden. Die Durchblutung wird verbessert und der Druck im Karpaltunnel kann sinken. Zahlreiche Patienten haben sehr gute Erfahrungen mit der Stoßwellentherapie gemacht, sodass wir mit Blick auf einen individuellen Behandlungsplan diese Option erörtern.

Karpaltunnel­syndrom:
Muss es operiert werden oder kann es behandelt werden?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die Ausprägung der Symptome und die Erfolge einer konservativen Behandlung. In jedem Fall kommt eine Operation beim Karpaltunnelsyndrom nur als letztes Mittel in Betracht. Das ist der Fall, wenn eine konservative Behandlung mit Schiene und Stoßwellentherapie nicht zum gewünschten Erfolg führt oder die Gesundheitsbeschwerden als sehr belastend empfunden werden. Im Arztgespräch wird unter Berücksichtigung von Therapie­erfolgen schnell deutlich, ob eine Operation notwendig ist oder die ergriffenen Maßnahmen für eine dauerhafte Linderung der Symptome sorgen. Gerade mit der modernen Stoßwellentherapie konnten wir in den letzten Jahren bei der Behandlung des Karpaltunnelsyndroms sehr gute Erfahrungswerte sammeln. In jedem Fall ist Behandlungsbedarf geboten, wenn die Beschwerden schon zu Einschränkungen im Lebensalltag führen. Davon ist konkret auszugehen, wenn das Halten einer Tasse bereits Probleme verursacht. Die Operation am Karpaltunnel findet meistens ambulant statt. Es kann zum offenen Eingriff durch einen Hautschnitt an der Innenseite des Handgelenks kommen, wobei das Karpalband durchtrennt wird. Beim endoskopischen Eingriff wird mit einem kleinen Hautschnitt eine Kamerasonde zur Überwachung eingeführt. Durch einen weiteren, sehr kleinen Hautschnitt wird ein Instrument eingeführt, um das Karpalband zu durchtrennen. Der Eingriff verläuft minimal invasiv und somit sehr schonend. Ziel des Eingriffes ist es, den Beschwerden verursachenden Druck im Karpaltunnel dauerhaft zu minimieren. Über etwaige Risiken des Eingriffs wird Sie der Arzt sehr ausführlich informieren.
Aufgrund unserer Behandlungs­erfahrungen können wir sagen, dass sich mit der Stoßwellentherapie ein operativer Eingriff oft verhindern lässt.

Karpaltunnel­syndrom: Kann ich den Schmerz selbst lindern?

Die Möglichkeiten, das Karpaltunnel­syndrom selbst zu behandeln, hängen in erster Linie von der Ausprägung der Beeinträchtigungen ab. Sofern sich diese im leichten oder mittelstarken Bereich bewegen, können eigene Maßnahmen im Lebensalltag durchaus zu einer Verbesserung führen. Falls eine Schiene verordnet wurde, sollte diese regelmäßig getragen werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass eine dauerhafte Verbesserung erreicht werden kann. Es gilt bei allen hier vorgestellten Maßnahmen und Übungen, sehr regelmäßig am Ball zu bleiben. Die folgenden Übungen können einen aktiven Beitrag für das subjektive Wohlbefinden leisten.  

Einfache Übungen zur Linderung des Karpaltunnel­syndroms

Eine effektive Übung lässt sich daheim im aufgeworfenen Sinne mit einem weichen Ball realisieren. Nehmen Sie den Ball in die Hand, drücken Sie ihn dann kraftvoll zusammen. Nach einigen Sekunden wird die Hand wieder geöffnet. Diese Übung sollte einige Male und über einen längeren Zeitraum regelmäßig wiederholt werden. Nur so lässt sich abschätzen, ob es zu einer Verbesserung kommt.

Mit einer weiteren Übung können Sie den Beugemuskel im Handgelenk trainieren, wodurch sich die Beschwerden durch das Karpaltunnelsyndrom ebenfalls lindern lassen. Der betroffene Arm wird nach vorne ausgestreckt, die Fingerspitzen zeigen Richtung Boden, die Handfläche nach vorne. Mit der anderen Hand werden die Finger Richtung Boden gezogen. Diese Dehnung sollte für einige Sekunden aufrecht erhalten werden.

Eine weitere Übung besteht darin, die Handfläche vor der Brust in einer Art Gebetshaltung zusammenzuführen und die Finger auseinander zu spreizen. Hierdurch entsteht eine Dehnung, die etwa eine Minute aufrecht erhalten werden sollte.

Sie leiden oft unter einer eingeschlafenen Hand und vermuten, am Karpaltunnel­syndrom zu leiden? Ein Termin in unserer Praxis bringt schnell Klarheit. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin und lassen Sie sich mit Blick auf die Potenziale der Stoßwellen­therapie individuell beraten!

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